Converged Access / Unified Access – Worum geht es?

Seit einiger Zeit geistern diese zwei Begriffe durch die Netzwerk Welt. Mittlerweile sind auch fast alle Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen, wobei nicht jeder diesen Approach gleich interpretiert.

In diesem Blog Eintrag möchte ich kurz auf die wesentlichen Aspekte der Cisco Interpretatiopn dieses Ansatzes eingehen.

Cisco bietet aktuell die folgenden Möglichkeiten WLAN Traffic zu terminieren:

 

 

Pro Contra

Autonomous Accesspoint oder auch Standalone Accesspoint kommen heutzutage praktisch nicht mehr in Einsatz.
Eisatzgebiet: 1-3 AP’s
Unterstütze WLC’s: –

 

  • Günstig
  • nicht skalierbar
  • Roaming nur über WDS
  • QoS lediglich auf Basis von VLAN

FlexConnect wird heutzutage hauptsächlich da eingesetzt, wo WLAN Traffic direkt vor Ort ins LAN gebridged werden soll. Bspw. eine Firma mit sehr kleinen Aussenstandorten mit wenig AP’s. Durchaus ein praktikables Szenario.

Eisatzgebiet: 1-10 AP’s/ pro Branch
Unterstütze WLC’s: 2504, 5508, WiSM

  • Günstig
  • Skalierbar
  • Mit klassischen Controllern realisierbar
  • Diverse Limitationen in Bezug auf Radius Auth, QoS
  • Lizenzierung Hardware gebunden

 Klassischer Ansatz, sämtlicher Traffic wird zum WLC über CAPWAP getunnelt, WLAN-TO-LAN Übergabe erfolg am WLC

Eisatzgebiet: 1-500 AP’s je nach WLC
Unterstütze WLC’s: 2504, 5508, WiSM

  • Real World proofed Ansatz
  • jegliche Features werden unterstütz
  •  QoS erst ab WLC
  • Bandbreiten Engpass am WLC
  • Lizensierung hardwaregebunden
  • AOS Firmware, grässliche Syntax

 Moderner Ansatz, sämtlicher WLAN Traffic wird direkt am Switch encapsuliert.

Eisatzgebiet: 1-50 AP’s pro Switch (Stack)
Unterstütze WLC’s: 3650, 3850, 5760

  •  Vereinheitliches QoS Design
  • Pay as you Go Lizenzierung
  • IOS basierend
  • Vereinfachte Policies für Wired/Wireless
  • Aktuell hinken die Features noch etwas hinter her.
  • Management Software notwendig (Cisco Prime) bei mehr als 1 WLC

 

 

Long Story short:

Ganz simple gesagt geht es darum, dass Wireless Traffic nicht mehr an einen zentralen Punkt im Netz getunneld wird, sondern direkt am Eingangspunkt encapsuliert wird:

 

Welchen Vorteil hat das?

  • Zentrale Plattform für kabelgebundene und Wireless-Netzwerke
  • Netzwerkweite Transparenz, da der CAPWAP Tunnel am Eingangspunkt encapsuliert wird
  • Konsistente Sicherheit und QoS-Kontrolle, einheitliche Policy für WLAN/LAN
  • Maximale Ausfallsicherheit durch schnelle Stateful Recovery (Ok mittlerweile kann das auch ein 5508er)
  • Skalierung durch eine verteilte kabelgebundene und wireless-Datenebene, keine bottlenecks mehr am Übergang zum WLC
  • Hoher Investmentschutz durch flexibles Lizenzmodel (Geräteunabhängig, Fair Use approach!)

 

Am Beispiel von QoS wird der Vorteil deutlich:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samuel Heinrich
Senior Network Engineer at Selution AG (Switzerland)
Arbeitet in Raum Basel (Switzerland) als Senior Network Engineer mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich Netzwerk und Telekommunikation.

1 thought on “Converged Access / Unified Access – Worum geht es?

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